Historische Orte in Berlin Ziel einer Jugendfahrt - ein Bericht von Detlef Staude

 

Regensburg / Berlin. „Der Fall der Berliner Mauer war für mich ein großes Geschenk.“ Birgit Siegmann vermittelte mit sehr nachdenklichen Worten jungen Menschen die Bedeutung von Freiheit, Toleranz und Demokratie. Sie habe gesehen, wie auf Schulkolleginnen in der DDR geschossen wurde. Eine Freundin sei lediglich wegen „bunter Haare“ ins Gefängnis gekommen. In der DDR habe man als erstes gelernt, dass es Fragen gibt, die man besser nicht stellt. An der Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen beteiligten sich 25 Jugendliche und Betreuer der Sportjugend. Besonders die Folterzellen in dem Stasi-Gefängnis sorgten für Kopfschütteln bei den Jugendlichen. Es gab eine „Hundehütte“, in der man nicht aufrecht stehen konnte, einen Stehkarzer, eine Wasserzelle und eine Gummizelle.

 

Der Besuch in Hohenschönhausen war nur ein Programmteil der fünftägigen Fahrt der Sportjugend und des Stadtjugendrings, die von Detlef Staude, Hans Bieletzky, Benedikt Scheuerer, Rupert Karl, Armin Strauß, Alex Kalteis und Klaus Obermeier geleitet wurde.

 

Die Geschichte der DDR und der Mauer wurde auch an der Bernauer Straße mit einem Rundgang beleuchtet. Die jungen Leute bekamen einen Eindruck, wie sich die DDR als „riesiges Gefängnis“ mit der Mauer abgeschirmt hat. Fluchtversuche endeten oftmals tödlich. Selbst vor dem Abriss einer Kirche und der Verlegung eines Friedhofes scheuten die DDR-Machthaber nicht zurück, um die Mauer noch unüberwindbarer zu machen.

 

In der Gedenkstätte in Sachsenhausen wurde an die Geschichte des III. Reiches mit einer Führung und einem Bildervortrag erinnert.  Die freie Jugendarbeit war im 3.Reich verboten. Alles war gleichgeschaltet! In Sachsenhausen kamen unter dem Nazi-Regime viele Menschen zu Tode.

 

Der Höhepunkt für die Gruppe, die von Detlef Staude (Vorsitzender der Sportjugend) geleitet wurde, war der Besuch des Bundestages auf Einladung der Regensburger Bundestagsabgeordneten Dr. Astrid Freudenstein.

„Mit der Fahrt wollen wir Toleranz und Demokratie fördern“, so Staude.

Trotz des dichten Programmes gab es auch noch genügend Freizeit für die 15 bis 18jährigen Jugendlichen, die sich alle schon ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren – als Clubassistenten als Schiedsrichter oder beim youngagement-Projekt. Das Holocaust-Denkmal, Brandenburger Tor, eine Stadtrundfahrt mit der Buslinie 100, die Fahrt zum Müggelsee mit einer Schifffahrt und die East-side-Gallery waren weitere Ziele der Sportjugend.

In den Pfingstferien steht als nächstes ein Jugendaustausch mit der Regensburger Partnerstadt Brixen auf dem Programm. In den Sommerferien gibt es dann eine Radtour in den Alpen in Oberammergau und Mittenwald.

www.sportjugend-regensburg.de

 

 

 

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