Zweitägige Informationsfahrt in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen

- Bericht von Detlef Staude

 

Regensburg / Mauthausen / Linz. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen nahe bei Linz war das Ziel einer zweitägigen Informationsfahrt für Jugend- und Gruppenleiter des Stadtjugendrings und der Sportjugend Regensburg.

Die Teilnehmer erhielten einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten, einen Besuch mit einer Jugendgruppe oder Schulklasse pädagogisch sinnvoll durchzuführen. Hinzu kamen aber auch noch für jeden persönlich viele Informationen über das KZ Mauthausen. „Eindrücke, die man in einem Studium von Büchern oder im Internet nicht erhalten kann“, so Organisator Detlef Staude, Vorsitzender der Sportjugend.

Wegen der langen Anreise übernachteten die Gruppenleiter in der Jugendherberge in Linz und hatten am Abend Gelegenheit, durch die sehr schöne Altstadt und auch an der Donau zu bummeln. Gleich nach dem Frühstück ging es nach Mauthausen. Hier wartete ein Führer der Gedenkstätte auf uns. Diese wurde seit 2008 gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten umfassend neu gestaltet. Die Ergebnisse der ersten Phase dieser Neugestaltung wurden erst am 5. Mai 2013, dem 68. Befreiungstag des Konzentrationslagers, präsentiert. Das ehemalige Krankenrevier und das heutige Museumsgebäude wurden komplett saniert. Auf rund 1.500 Quadratmetern finden sich zwei Dauerausstellungen: Eine Überblicksausstellung mit dem Titel „Das Konzentrationslager Mauthausen 1938-1945 und eine Ausstellung über den Tatort Mauthausen. Beide wurden nach der zweistündigen Führung durch den weitläufigen Außenbereich angesehen - ebenso wie der „Raum der Namen“, wo die Namen von über 81.000 Häftlingen aufgelistet sind, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern verstorben sind. Im Rahmen des Besuchs wurde schließlich noch der Filmvortrag "Mauthausen. Rückkehr unerwünscht" gemeinsam angesehen.

Im kommenden Jahr plant der Stadtjugendring im Rahmen einer Berlinfahrt den Besuch im ehemaligen KZ Sachsenhausen und im Oktober eine Fahrt nach Erfurt mit dem Besuch einer Gedenkstätte an die Verbrechen in der DDR. Die Maßnahme wurde vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.

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