Historische Orte in Berlin Ziel einer Jugendfahrt - Bericht von Detlef Staude

 

Regensburg / Berlin. Siebzig Jahre nach Kriegsende besuchte die Sportjugend und der Stadtjugendring die Hauptstadt Berlin. Die geschichtliche und politische Informationsfahrt bot für die 27 Jugendlichen und Betreuer Besuche an historischen Orten, die zum Nachdenken anregen. So stand ein Besuch der Gedenkstätte in Sachsenhausen mit einer Führung und einem Bildervortrag auf dem Programm.

Die freie Jugendarbeit war im 3.Reich verboten. Alles war gleichgeschaltet!

Aber auch die Geschichte der DDR und der Mauer wurde an der Bernauer Straße mit einem Rundgang und einem Zeitzeugengespräch beleuchet. Jörg Hildebrandt, der Ehemann der bereits verstorbenen Ministerin Regine Hildebrandt wohnte in den 50er und 60er Jahren in der Bernauerstraße in Berlin und schilderte eindrucksvoll, wie 1961 die Mauer errichtet wurde. Er war sechs Monate wegen „Befehlsverweigerung“ inhaftiert. Wie bunt die Welt ist, bekam die Gruppe im Kontrast dazu beim Musikal der blue-man group hautnah geboten. 

Den Höhepunkt für die Gruppe, die von Philipp Seitz (Vorsitzender des Stadtjugendrings) und Detlef Staude (Vorsitzender der Sportjugend) geleitet wurde, war der ganztägige Besuch des Bundestages auf Einladung des Regensburger Bundestagsabgeordneten Graf Lerchenfeld.

„Mit der Fahrt wollen wir Toleranz und Demokratie fördern“, so Staude und Seitz.

Trotz des dichten Programmes gab es auch noch genügend Freizeit für die 15 bis 17jährigen Jugendlichen, die sich alle schon ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren – als Clubassistenten oder beim youngagement-Projekt.

In den Pfingstferien steht als nächstes ein Jugendaustausch mit der Regensburger Partnerstadt Brixen auf dem Programm. Es sind noch wenige Plätze für Jugendliche von 15 bis 18 verfügbar. www.sportjugend-regensburg.de

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